Cholesterin

Viele Menschen in unserer Wohlstandszivilisation haben Probleme mit ihrem Cholesterinwerte. Erhöhte Konzentrationen des „schlechten“ LDL-Cholesterins können zu Ablagerungen in den Adern führen, was zu einem Herzinfarkt oder Hirnschlag führen kann. Allein deshalb müssen aber nicht so viele Cholesterinsenkungsmedikamente konsumiert werden. (2.3 Mio. Packungen in der Schweiz für 760'000 Menschen). Wenn jemand bereits einen Herzinfarkt hatte, oder es liegen noch andere, unbeeinflussbare Krankheits-Faktoren vor, ist es sinnvoll diese Medikamente einzunehmen. Aber alle anderen Betroffenen können durch Veränderung der Lebensgewohnheiten auf viele Medikament, welche bis ans Lebensende eingenommen werden müssen, verzichten. Das würde dem Gesundheitssystem erhebliche Kosten einsparen.

Die Risiken von Nebenwirkungen sind bei diesen Medikamenten erheblich und deshalb ist eine Minimierung grundsätzlich sinnvoll. Unangenehme Muskelbeschwerden, Muskelschäden oder Diabetes, können als Nebenwirkungen auftreten. Diese Nebenwirkungen senken noch zusätzlich die Freude an spontaner Betätigung.

Die Cholesterinsenkenden Medikamente sollten nicht selbst abgesetzt werden, besprechen Sie dieses Vorhaben zuerst mit Ihrer Gesundheitsfachperson.  Neben dem Cholesterinwert haben auch hoher Blutdruck, Rauchen, Übergewicht und Diabetes einen erheblichen Anteil am Herzinfarkt.

Cholesterin ist lebensnotwendig. Der Körper produziert diesen Naturstoff selber zu 70% in der Leber. Dies ist fix vorgegeben. Die restlichen 30% lassen sich beeinflussen. Rauchstopp, mindestens 30 Minuten tägliche, leicht fordernde Bewegung, Stressreduktion und eine Anpassung der Ernährung sind veränderbare Faktoren. Hier kann eine Ernährungsumstellung bei manchen Betroffenen eine gut anwendbare Alternative darstellen.

 

Verzicht auf tierische Fette

Vielfach reicht es auch schon aus, wenn sich Betroffene bei tierischen Fetten zurückzuhalten, also weniger Fleisch, Wurst und Käse essen. Fettarme Sorten sollten bevorzugt werden und beim Kochen empfiehlt sich eine Umstellung auf pflanzliche Fette wie Raps- oder Olivenöl. Für Eier und Fisch gibt es hinsichtlich des Cholesterins keine Einschränkung. Ausreichend Gemüse (mindestens ½ des Tellers) und Früchte sind Grundpfeiler einer ausgewogenen Ernährung. Folgende Gemüse bewirken einen günstigen Effekt auf den Cholesterinwert: Grünes Blattgemüse, Spinat, Lattich, Portulak, Kresse, Algen, Stangensellerie usw. Diese Massnahmen können bei einem leicht erhöhten Risiko mindestens so viel bewirken wie die Medikamente und sind erst noch günstiger für alle.