Trockenbürsten und Wechselduschen

Trockenbürsten/Wechselduschen

Trockenbürsten hört sich langweilig an, aber die langfristigen Erfolge sind beeindruckend. Es aktiviert den Kreislauf und regt den Hautstoffwechsel an. Es unterstützt die Entgiftungsfunktion und wirkt positiv auf die inneren Organe ein. Unser Lymphsystem kann nur mit Hilfe von Bewegung und Schwerkraft aktiviert werden. Mit dem Trockenbürsten helfen wir der Haut und dem Bindegewebe, indem wir das lymphatische System anregen und die Durchblutung fördern. Die Haut wird straffer und der Teint frischer. Die Durchblutung der Muskeln wird ebenfalls verbessert. Damit verbessert sich die Regeneration der Muskulatur nach dem Sport.

Wie wird es gemacht: Beginnen Sie am rechten Fuss und bürsten Sie das ganze Bein Richtung Bauchnabel. Zuerst aussen, dann innen. Dann wechseln Sie zum linken Bein. Anschliessend bearbeiten Sie genau gleich die Arme bis zur Schulter hoch. Im Bereich des Bauches und der Brust machen Sie kreisende Bewegungen. Eine Bürste mit langem Griff ist hilfreich, um auch den Rücken erreichen zu können. Im Gesicht nur ganz leicht bürsten, oder einen feineren Schwamm verwenden.

Bürsten Sie sich nur mit trockener Haut. Eine leichte Rötung ist der gewünschte Effekt. Das Trockenbürsten sollte bei entzündlichen Hauterkrankungen oder Thrombose nicht angewendet werden. Hautbereiche mit Besenreisser bitte aussparen.

Anschliessend an das Trockenbürsten ist es sinnvoll eine Wechseldusche zu machen. Schon in früheren Zeiten sprangen die Menschen in heisse Quellen und anschliessend in kalte Flüsse um sich zu beleben. Heute kann man das bequem zuhause durchführen. Wechselduschen beeinflussen fast alle Organe in unserm Körper. Heisses Wasser erweitert die Blutgefässe und kaltes Wasser zieht sie zusammen. Mit diesem Effekt aktivieren Sie die Blutbewegung. Beginnen Sie für einige Minuten mit heissem Wasser, um dann für einige Sekunden zu ganz kaltem Wasser zu wechseln, anschliessend wieder Wechsel zu heissem Wasser. Wiederholen Sie den Vorgang 3 bis 6 Mal. Beenden Sie die Wechseldusche mit kaltem Wasser. Je heiser und kälter, desto besser. Leute mit Herz- Kreislauf Problemen sollten auf extrem kaltes Wasser verzichten.

Am Anfang können Sie auch nur die Arme und Beine kalt abduschen um dann die Anwendung auf den ganzen Körper auszudehnen. Steigern Sie sich langsam, damit sich ihre Haut daran gewöhnen kann.

 

Damit die Abwehrkräfte optimal gestärkt werden, soll das Trockenbürsten und die Wechselduschen mindestens jeden zweiten Tag praktiziert werden.  Beide Anwendungen kosten nicht viel, können zuhause durchgeführt werden und haben viele gesundheitliche Vorteile.

Ödeme/Wasser in den Beinen

Ödeme / Wasser in den Beinen

Ödeme sind übermässige Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Im Sommer kommen sie häufig, nach einem Tag mit wenig Bewegung, in den Beinen vor.  Gut zu erkennen ist ein Ödem, wenn Sie mehr oder weniger stark in die geschwollene Struktur hinein drücken und dabei über kurze oder längere Zeit eine Delle im Gewebe bestehen bleibt.

Für die Entstehung eines Ödems kommen viele verschiedene Ursachen in Frage. Ödeme die über mehrere Tage vorhanden sind, die wiederkehren, sehr schmerzhaft sind und wenn noch zusätzliche Symptome wie Kurzatmigkeit, Fieber, Brustschmerzen dazukommen, sollen beim Arzt abgeklärt werden. Es könnten Störungen in Herz, Niere oder Leber, Medikamente, Hormone, Krampfadern, Lymphstörungen oder Entzündungen dahinter stecken.

Vielfach ist zu wenig Bewegung und langes Stehen oder Sitzen, heisses Wetter oder stark salzhaltige Kost die Ursache von kurzzeitigen Ödemen. Häufig treten dieses Beschwerden nach einem langen Tag im Sitzen auf.

Vor allem im Sommer sollten Sie es vermeiden, zu lange zu Stehen oder zu Sitzen. Gehen Sie zwischendurch immer wieder ein paar Schritte. Falls dies bei der Arbeit schwierig  ist, können Sie vielleicht über Mittag die Füsse hochlagern. Schwimmen, Walken, Tauchen, Radfahren sind ideal um den Abtransport von Flüssigkeit zu verbessern.

Wassertreten oder Fussbäder abwechselnd in kaltem und warmem Wasser hilft, wenn die Beine schwer und geschwollen sind.

Die Heilpflanze „Rosskastanie“ ist in vielen Cremen und Salben enthalten, welche Sie in der Drogerie oder Apotheke kaufen können. Sie hat hervorragende Eigenschaften, um die Beschwerden bei Ödemen zu lindern.

Heilpflanzen (wie z.B.Brennnesselblätter), die in der Küche vielseitig nutzbar sind, wirken entwässernd unterstützen die Wasserausscheidung über die Nieren. Dafür empfehle ich einen Besuch beim Arzt oder Naturheilpraktiker, damit die Situation genau abgeklärt werden kann.

Wenn das Gewebe in den Beinen schon längere Zeit geschädigt ist, ist die Lymphdrainage-Therapie und Kompressionsbehandlung mit Strümpfen oft die effizienteste Therapie.

 

 

Leber

Die Leber

 

Unsere Leber ist ein kleines Chemielabor, das für die Umwandlung und Entgiftung von Speisen, Umweltgifte und Stoffwechselschlacken zuständig ist. Milliarden von Leberzellen filtern pro Minute rund einen Liter Blut. Ausserdem produziert die Leber täglich ca. einen halben Liter Gallenflüssigkeit, ohne die wir fetthaltige Speisen nicht verdauen könnten. Ist die Leber fit, dann kann auch die Körperentgiftung reibungslos funktionieren. Ist sie überarbeitet oder fehlen ihr lebenswichtige Vitalstoffe, dann sollten wir sie mit der Zufuhr von richtiger Nahrung und Kräutern wieder in Schwung bringen.

Tipps für die Leber:

Täglich vor der Hauptmahlzeit ein kleines Glas verdünnter Rettich- oder Artischockensaft trinken. Alles Bittere regt die Leber an. So sind Chicoréearten, Rucola, Löwenzahn, Endivie oder Nüsslisalat besonders zu empfehlen. Leider verschwinden immer  mehr Bitterstoffe aus der Nahrung. Was schade ist, denn sie regulieren die  Magensäure und regen die Verdauungssäfte an. So kann der Körper die Nahrung nicht mehr fein zerlegen und die Bausteine den Zellen zur Verfügung stellen.

Leberwickel: Tränken Sie ein Handtuch mit Schafgarbentee, wringen es aus und legen es – nicht zu heiss – auf den rechten Rippenbogen. Legen Sie dann ein zweites trockenes Tuch drauf. Zuoberst eine Wärmeflasche und bleiben so ca. 20 Minuten liegen. Wenden Sie das jeweils nach der Hauptmahlzeit an.

Fette und frittierte Speisen, Wurstwaren und Süssigkeiten, Alkohol und Rauchen belasten die Leber stark und sollten besser gemieden werden.

Bevorzugen Sie milde Gewürze. Besonders zu empfehlen sind alle Arten von frischen und getrockneten Küchenkräutern.

Sie können zur Unterstützung der Leber auch Leber-Galle Tropfen/Tee aus der Drogerie verwenden. Diese dreimal täglich eine halbe Stunde vor dem Essen einnehmen.

Im Internet finden Sie spezielle Leberreinigungen (Z.B. nach Moritz). Bitte sprechen Sie das Vorgehen mit Ihrem/r Naturheilpraktiker/in ab. Da werden Sie individuell beraten.

 

 

Zucker

Zucker

Im Durchschnitt essen wir Schweizer 110g Zucker am Tag (28 Würfelzucker). Das ist fast unglaublich, aber wahr. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal 25g am Tag! Beim weltweiten pro Kopf Konsum von Zucker sind wir gar auf Platz 5! Vor allem der versteckte Zucker, wie er z.B. in Fruchtjoghurt, Cola, Fertigpizza, Getreideriegel, Backwaren, Schoggi, Bouillon, Fertigsaucen, Chips, Frühstückscerealien usw. beigemischt ist, ist das unterschätzte Problem. Da Zucker ein günstiger Rohstoff und idealer Geschmacksträger ist, bedient sich die Nahrungsmittelindustrie an ihm. Das ist die Ursache für die gesundheitsgefährdende Zunahme des Zuckerkonsums. 40% der Erwachsenen und 20% der Kinder in der Schweiz sind übergewichtig. Nebst Zucker sind da auch zu wenig Bewegung, falsche Fette und der Bildungsabschluss der Eltern massgebend. Speziell für Kinder angepriesene Lebensmittel enthalten nicht etwa viele Nährstoffe, sondern oftmals viel Zucker und Fett.

Auf politischer Ebene sind die Probleme bekannt, werden aber auf Sparflame gehalten. Deshalb müssen wir selber aktiv werden und einen gesunden und genussvollen Umgang mit Zucker finden, um die Ernährung zuckerärmer zu gestalten.

Natürlich süssende Nahrungsmittel (Honig, Birnel, Ahornsirup, Agavendicksaft, Rübenzucker, Kokosblütenzucker, Roh-Rohrzucker) in kleinen Mengen verwendet sind o.k.

Zuckeraustauschstoffe (Xylit - Birkenzucker, Maltit, Mannit, Erythrit, Sorbit, Isomalt, Maltodextrin) haben einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel, verursachen kaum Karies, können aber  abführend wirken. In kleinen Mengen verwendet o.k.

Künstliche Süssstoffe (Aspartam, Cyclamat, Stevolglycoside, Saccharin, Neotam, Acesulfam) sind zahnfreundlich, haben kaum Kalorien, sind aber im Verdacht, krebserregendes Potential zu besitzen und die Verdauung zu irritieren. Deshalb besser nicht verwenden. Auch Steviolglycoside (Stevia) ist zur Mehrheit ein industriell hergestellter Süssstoff und meistens sind ihm andere Zuckerarten beigemischt. Die Pflanze kann als einjähriges Kraut bei uns im Sommer gehalten werden.

Meine Tipps im Umgang mit Zucker:

 

Die Gewohnheiten über die Notwendigkeit von täglichem Süssem überdenken. Achten Sie beim Einkauf auf den Zucker in den Produkten. Inzwischen gibt es sehr viele Alternativen, auch für Snacks. Benutzen Sie Zucker wie ein Gewürz wohldosiert. Zuckeranteil in Rezepten reduzieren. Schokolade und Desserts ab und zu und als etwas Besonderes geniessen. Zuckerreiche Lebensmittel mit ungezuckerten Lebensmitteln mischen (Wasser mit Fruchtsaft, Joghurt Nature mit frischen Früchten). Beim Einkauf auf Qualität und Herkunft achten. 

Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz

 

Laktoseintoleranz ist der Begriff für eine Unverträglichkeit des Milchzuckers (Laktose). Dabei werden Lebensmittel in denen Laktose vorhanden sind, nicht oder nur unvollständig im Darm aufgespalten.

In den Wänden des Dünndarms befindet sich der Stoff Laktase, welcher dafür sorgt, dass die Laktose aufgespalten und somit gut verdaut wird. Fehlt dieser Stoff ganz oder teilweise, muss die Laktose von den Bakterien im Dickdarm verarbeitet werden. Das kann zu Blähungen, Durchfall, Krämpfen und Übelkeit führen.

Das aufspalten der Laktose ist für den Säugling überlebenswichtig. Später, wenn die Kost umgestellt wird, bildet sich die Laktase zurück, was ein ganz natürlicher Vorgang ist. Nur wenn fortwährend im Leben  viele Milch und Milchprodukte konsumiert werden, bleibt die Laktase hoch. In Afrika und Asien haben fast 90 % der Bevölkerung eine Laktoseintoleranz, da dort viel weniger Milchprodukte gegessen werden. 

Auch durch Erkrankungen von Magen oder Darm kann ein Laktase Mangel entstehen. So z.B. bei starken Entzündungen oder grossen Operationen im Verdauungstrakt.

Häufig ist noch eine Restmenge Laktase vorhanden. So muss häufig nicht ganz auf Milchprodukte verzichtet werden, sondern die Menge stark eingeschränkt werden. Bei Käse wird durch die Reifung automatisch Laktose abgebaut und somit ist gelagerter Käse häufig besser verdaulich.

Die Laktoseintoleranz ist bei jedem Menschen individuell. Die Betroffenen können während 2 Wochen ganz auf Produkte mit Laktose verzichten, damit die Beschwerden abklingen und anschliessend langsam wieder zuführen, so kann man seine eigene Grenze herausfinden. Je älter man wird, desto eher sinkt diese Grenze nach unten, da die Evolution dies so vorgesehen hat.

Als Alternative finden sich heute in vielen Geschäften laktosefreie Produkte. Dabei ist die Laktose schon in der Produktion aufgespalten worden. Oder auch Produkte auf Basis pflanzlicher Milch wie Soja, Mandeln, Reis, Hafer etc.

Betroffene sollten auf Zutaten wie Milchpulver oder Milchserum achten, diese enthalten Laktose. Auch Guetsli, Wurstwaren, Gebäck oder Fertigprodukte enthalten sehr häufig Laktose.

 

 

Darmflora wiederaufbauen

Man hört häufig von Naturheilpraktikern und Ärzten, dass die Darmflora nach einer Antibiotika Kur wiederaufgebaut werden soll. Heute erfahren Sie warum und wie das geschehen kann.

 

Bedeutung und Aufgaben der Darmflora

 

Eine intakte Darmflora ist sehr wichtig für das Immunsystem. Funktioniert die Abwehr im Darm nicht mehr richtig, wird das Immunsystem beeinträchtigt. Eine gesunde Darmflora bildet eine Barriere an den Darmwänden, damit sich schädliche Keime nicht ansiedeln können. Ist die Darmflora negativen Einflüssen über längere Zeit ausgesetzt, kann dies zu einer Veränderung der Darmflora führen. Dabei breiten sich die schädlichen Keime immer mehr aus und verdrängen so die nützlichen Darmbakterien.

 

Eine gesunde Darmflora spaltet die Nahrungsfasern effizient auf und kann dadurch viel Energie, in Form von Fettsäuren, aus der Nahrung verwerten.

 

Störung der Darmflora

 

Vieles kann eine Darmflora ins Ungleichgewicht bringen. So zum Beispiel Infektionen, ungesunde Ernährung, oder verschiedene Medikamente. Auch Umweltschadstoffe wie Blei oder Cadmium behindern das Wachstum der nützlichen Darmflora. Das macht den Körper anfälliger für Allergien, Hauterkrankungen oder Rheuma. Die Naturheilkunde sieht in der gestörten Darmflora eine Ursache für viele Erkrankungen.

 

Darmflora aufbauen

 

Um den Darm wieder mit nützlichen Darmbakterien zu besiedeln, empfiehlt es sich, zuvor die schädlichen Erreger zu behandeln und aus dem Körper auszuleiten. Dadurch kann nachhaltig die Darmflora mit Probiotika aufgebaut werden und der Darm kann sein gesundes Gleichgewicht wiedererlangen. Idealerweise sind diese Probiotika mit Präbiotika ergänzt. Diese bilden die Nahrung und unterstützen das Wachstum für die nützlichen Darmbewohner. Generell hat unsere Darmflora erheblich an Vielfalt verloren, was mit vielen Krankheiten assoziiert wird.

 

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel pflanzlicher- und ballaststoffreicher Kost ist Voraussetzung, dass ein Darm über längere Zeit stabil bleibt. Rotes Fleisch, Zuckerhaltige Speisen, Weissmehl und Antibiotika im Übermass beeinträchtigen das Gleichgewicht im Darm. Wie es auf der Erdkugel ein Klima gibt, so gibt es im Darm drin auch ein Klima. Das heisst, alles soll ausgewogen und vielfältig sein, damit alles gut gedeiht. Verschmutzungen, ein Zuviel, oder Einseitigkeit kann alles durcheinanderbringen und die Folge sind extreme Ereignisse (Krankheiten/Unwetter).

 

Der Wiederaufbau des Darms kann gut mit einem Tee unterstützt werden. Anis, Fenchel, Kümmel und Koriander zu gleichen Teilen mischen. Dieser Tee schmeckt ausgezeichnet, wirkt gegen Blähungen und unterstützt den Darm.

Halsschmerzen

Halsschmerzen

Es ist Herbstzeit, Erkältungen und Halsschmerzen halten wieder Einzug. Wussten Sie, dass es viele wirksame Hausmittel gibt, die sein einfach zu Hause herstellen und anwenden können?

Wichtig ist bei all diesen Hausmitteln, dass sie schon zu Beginn einer Rachen- oder Atemwegsinfektion eingenommen werden. So kann im Idealfall verhindert werden,  dass Sie später starke chemische Medikamente einnehmen müssen.

Falls die Beschwerden innert 4-5 Tagen nicht bessern, oder hohes Fieber dazu kommt, sollte professioneller Rat eingeholt werden.

Zur Linderung von Halsschmerzen bietet sich ein sogenanntes „Pflanzliches Antibiotika“, wie z.B. ein Konzentrat aus Salbei an. Nehmen Sie 30g getrocknete Salbeiblätter, 1 Prise Cayennepfeffer und 3 Tassen Wasser und bringen Sie alles zum Kochen. Reduzieren Sie die Hitze und lassen es ohne Deckel weiter köcheln, bis nur noch die Hälfte der Flüssigkeit übrig bleibt. Nach dem Abkühlen, geben Sie etwas Honig und Zitronensaft hinzu. Im Kühlschrank aufbewahren und bei Ankündigung einer Halsentzündung, je nach Bedarf, einen oder mehrere Teelöffel einnehmen.

Weitere Tipps:

Ein feucht-kaltes Küchentuch mit Quark bestreichen und direkt um den Hals wickeln.

Gekochte und zerstampfte Kartoffeln warm in ein Tuch einwickeln, etwas abkühlen lassen und den Kartoffelwickel um den Hals binden, oder auf die Bronchien legen.

1 Teelöffel Leinsamen in kaltem Wasser 20 Minuten einweichen. Die gesiebte Flüssigkeit gurgeln. Durch Zugabe von Salbeiblättern und Kamillenblüten kann die Wirkung der Lösung noch verstärkt werden.

Es ist anzuraten, bereits im Herbst vorsorglich Brotaufstriche oder Säfte aus Sanddorn oder Hagenbutte auf dem Speisezettel zu haben. Das kann helfen, fiebrige Erkältungskrankheiten rasch zu überstehen. Der natürliche Vitaminreichtum dieser Früchte steigert die körpereigenen Abwehrkräfte.

Darüber hinaus empfiehlt die Naturheilkunde verschiedene weiter Massnahmen, die das Abwehrsystem natürlich stärken und so den Krankheitsverlauf mildern, oder in Zukunft vermeiden können.

 

 

 

Alzheimer, Demenz, Depression...

Alzheimer, Demenz, Depression, MS, Autismus, Parkinson: Auslöser im Darm?

 

Die Wirkung des Darms auf das Gehirn und natürlich auch umgekehrt sind in der Medizin noch nicht lange erforscht. Momentan gibt es zahlreiche Studien, für gereifte Erkenntnisse muss noch zugewartet werden.

Alzheimer, Demenz, Depression, MS, Autismus, Parkinson sind alles entzündliche Krankheiten. Je mehr Entzündungsmarker man im Blut findet (ein Hinweis auf eine Alarmbereitschaft des Immunsystems), desto schlimmer sind diese Krankheiten. Man kann diese Krankheiten nicht länger einstufen, als wurzeln sie lediglich im Gehirn.

Lipopolysaccharid (LPS), eine Kombination aus Fett und Zucker, drücken im Körper quasi den Entzündungsknopf. Dadurch wird auch die Darmschleimhaut durchlässiger und die LPS können ins Blut übergehen, wo es Entzündungen Vorschub leistet. LPS macht nicht nur die Darmschleimhaut durchlässiger, sondern kann auch die Blut-Hirn Schranke durchdringen und entzündungsfördernden Substanzen gestatten, das Gehirn zu attackieren. Es gibt auch erstaunliche Zusammenhänge, die belegen, dass ein hoher Blutzucker, der die Entzündungsbereitschaft anregt, das Demenzrisiko beeinflusst.

Zahlreiche Studien untersuchen im Moment, ob unsere Ernährung für eine erhöhte Darmdurchlässigkeit und einen Verlust an bakterieller Vielfalt verantwortlich sein kann. Menschen die eine Mittelmeerdiät mit vielen gesunden entzündungshemmenden Fetten und Proteinen einhalten, leiden deutlich weniger an Depressionen. Umgekehrt fördert eine kohlenhydrat- und Zuckerreiche Ernährung einen entzündlichen Darm.

Lebensmittel mit vielen Fasern, von denen die Darmbakterien leben, und wenig raffinierter Zucker unterstützen eine robuste Mischung an Bakterienarten, die zur Aufrechterhaltung der Darmwand beitragen.

Vergorene Lebensmittel wie Sauerkraut , Kimchi (Koreanisches Nationalgericht aus Kohl und Gurken), naturbelassene Joghurts, Tempeh, Kombucha-Tee, saure Gurken, sauer vergorene Früchte und Gemüse liefern probiotische Bakterien, welche die Darmwand schützen. Weitere Lebensmittel kurbeln das Wachstum und die Aktivität dieser Darmbakterien an. So etwa Topinambur, Löwenzahnblätter, Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Akaziensaft (Gummi arabicum), Zichorienwurzel.

Die Fähigkeit, in Hungerzeiten Fett in Treibstoff zu verwandeln, ist für den menschlichen Körper überlebenswichtig.  Fasten ist für das Gehirn vorteilhaft. Die Vorstellung, die Kalorienzufuhr deutlich zu senken, sagt den meisten Menschen wenig zu. Es muss nicht immer eine ganze Fastenwoche sein. Auch ein 1-3 -tägiges Fasten immer wieder mal über das Jahr verteilt kann gute Ergebnisse erzielen.

 

 

Blähbauch

Blähbauch

Blähbauch/Gasbauch ist die Bezeichnung für einen vorgewölbten und aufgeblähten Bauch aufgrund von Gasansammlungen im Magen oder Verdauungstrakt. Dies kann zu einem verstärkten Abgang von störenden Darmgasen führen. Diese Störungen treten vermehrt gegen Nachmittag oder am Abend auf. Nota bene: Ein gelegentliches Ablassen von Winden ist ein normaler Vorgang unseres Körpers und sollte nicht unterdrückt werden.

Sehr vielfältig sind die Ursachen des Blähbauchs und das stellt auch Fachleute vor eine Herausforderung. Darmparasiten, Entzündungen im Magen-Darm Bereich, Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Lebensmittel-Allergien, Histamin Intoleranz, psychische Faktoren wie Ängste und Stress - um nur einige zu nennen - können hinter einem Blähbauch verborgen sein.

Menschen die unter einem Blähbauch leiden, können zuerst mit einfachen Mitteln selber versuchen die Beschwerden zu lindern. Bei stärker werdenden Symptomen, sowie bei Auftreten von Übelkeit, Stuhlveränderung oder Erbrechen sollten die Beschwerden durch eine Fachperson abgeklärt werden.

Folgende Tipps können helfen die Symptome eines Blähbauchs zu lindern:

1 Teelöffel Fenchel-, Anis-, oder Kümmelsamen zusammen mit einem Glas Wasser trinken. Diese Kräuter können auch als Tee genossen werden. Eine sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn mit einem Kümmel-, Fenchel- oder Anisöl beruhigt die Verdauung.

Wasser oder Tee ohne Kohlensäure sollte sowieso viel getrunken werden.

Auch eine Wärmeflasche auf dem Bauch kann zur Besserung führen.

Ausreichende Bewegung z.B. Treppensteigen kann die Winde im Darm lösen.

 

Die Ernährung kann auf vielfältige Weise Einfluss nehmen. Häufig bringt schon der Verzicht auf Zucker, Weissmehl, Kaffee, Rauchen und Alkohol eine deutliche Linderung. Kohl- oder Lauchgemüse, Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen, Kichererbsen), Bier, Wasser mit Kohlensäure, zu schnelles Essen begünstigen die Bildung eines Blähbauchs. Achtung: Wer zu schnell auf „Gesunde“ Ernährung umstellt und morgens Müesli, mittags Salat und abends Vollkornbrot isst, kann davon Blähungen bekommen, da sich der Körper die vielen Ballaststoffe/Faserstoffe nicht gewohnt ist. Bei einem Blähbauch empfiehlt sich generell gekochtes Gemüse, da es besser vertragen wird als Rohkost.

Entgiftung

Entgiftung

 

Während sich die moderne Medizin immer mehr auf lokale und spezifische Behandlungen konzentriert, wendet die Naturheilkunde häufig Allgemeinbehandlungsmethoden an.  Darunter versteht man Therapieverfahren, die dafür sorgen, dass die Versorgung unserer Zellen und auch die Ausscheidung von verbrauchten Stoffen, reibungslos von statten geht.

Der menschliche Körper ist einerseits auf die Zufuhr  von Ernährung angewiesen, andererseits hat auch die „Entsorgung“ einen wichtigen Anteil am funktionieren des Körpers. Als Vergleich: wie bei einem Auto das Benzin benötigt und Abgase ausstösst. Die optimale Regulation dieser beiden Teile ist sehr wichtig für alle Vorgänge im menschlichen Organismus. Das Blut zirkuliert überall in unserem Körper und versorgt jedes einzelne Organ und jede Zelle. Hier finden auch Entzündungs- und Abwehrvorgänge statt. Erkrankungen können durch Störungen in diesem Grundsystems entstehen. Durch positive Beeinflussung des Blutes werden Entzündungen, Krämpfe oder Schmerzen im Verlauf der Therapie behoben und auf diesem Weg werden, mit grossem Erfolg, Krankheiten gelindert. 

Nicht vergessen werden darf die Beachtung der Ausscheidungsorgane wie Darm, Nieren, Haut und Lunge. Diese Organe werden in der Therapie angeregt, damit eine gute Entgiftung geschieht. Unser Körper ist vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt. So auch Schwermetallen, Abgasen, Pflanzenschutzmittel, Hormonen und vielem mehr. Alle diese Stoffe müssen wieder ausgeschieden werden, damit sie die Zirkulation des Blutes und der Nährstoffe nicht blockieren.

Das effizienteste Mittel zur Förderung der Ausscheidung über die Haut und Lunge ist das aktive Schwitzen, verursacht durch Bewegung. Auch passiver Schwitzen durch Sauna oder Dampfbäder fördert die Ausscheidung. Weitere Methoden sind Massagen, Schröpfen, oder auch Darmspülungen. Mit pflanzlichen Arzneimitteln kann die Ausscheidung im Darm, in den Nieren und über die Haut unterstützt werden. Holen Sie sich Rat bei Fachleuten, wenn Sie Ihren Körper gut entgiften möchten.

 

 

 

 

Freie Radikale

 

Aufgrund negativer Umwelteinflüsse wie Schadstoffen in der Luft und in der Ernährung, sowie Dauerstress, lagern sich im menschlichen Körper langfristig schädliche Stoffe ab, die die Gesundheit beeinträchtigen können. Eine erhöhte Konzentration derartiger Stoffe kann die körperlichen und geistigen Fähigkeiten beeinflussen und das Wohlbefinden stören.

In der Naturheilkunde gibt es verschiedene Konzepte den Körper dazu zu bewegen, diese Stoffe wieder auszuscheiden. Ansätze dafür sind beispielsweise Schröpfen oder Fastenkuren.

Durch diese Umwelteinflüsse entstehen auch übermässig viele freie Radikale in unserem Körper, die uns schneller altern lassen. An einen Beispiel erklärt: Wenn Sie einen Apfel aufschneiden und liegen lassen, verfärbt er sich braun. Wenn Sie nun Zitronensaft darüber träufeln, verlangsamen Sie den Prozess des Verfärbens. Im Zitronensaft hat es Vitamin C und dies fängt die freien Radikale ab. Ähnliches läuft auch im menschlichen Körper ab.

Antioxidantien (Vitamin A/C/E, Beta-Carotin, Selen, Zink und sekundäre Pflanzenstoffe) könne die freien Radikale unschädlich machen. Sie verbinden sich mit den freien Radikalen und schützen damit vor einer Schädigung. Daher sollte mit der Nahrung stets eine ausreichende Menge davon aufgenommen werden.

Biologisch produzierte Lebensmittel enthalten deutlich weniger Schadstoffe und darüber hinaus einen signifikant höheren Anteil an Antioxidantien!

 

Sprossen und Keimlinge, Früchte, Gemüse, Kräuter, Wildpflanzen (z.B. Löwenzahn, Gartenmelde, Giersch) naturbelassene Öle und Nüsse können uns gut mit Antioxidantien versorgen, wenn Sie ausreichend und ergänzend zum sonstigen Speiseplan gegessen werden. Häufig kann mit einer Veränderung der prozentualen Anteile in der Ernährung viel Gutes für die Gesundheit gemacht werden. Wie unsere Vorfahren sollten wir uns ausreichend Bewegen, naturbelassener ernähren, viel Zeit an der frischen Luft verbringen und uns Muse gönnen. 

Cholesterin

Viele Menschen in unserer Wohlstandszivilisation haben Probleme mit ihrem Cholesterinwerte. Erhöhte Konzentrationen des „schlechten“ LDL-Cholesterins können zu Ablagerungen in den Adern führen, was zu einem Herzinfarkt oder Hirnschlag führen kann. Allein deshalb müssen aber nicht so viele Cholesterinsenkungsmedikamente konsumiert werden. (2.3 Mio. Packungen in der Schweiz für 760'000 Menschen). Wenn jemand bereits einen Herzinfarkt hatte, oder es liegen noch andere, unbeeinflussbare Krankheits-Faktoren vor, ist es sinnvoll diese Medikamente einzunehmen. Aber alle anderen Betroffenen können durch Veränderung der Lebensgewohnheiten auf viele Medikament, welche bis ans Lebensende eingenommen werden müssen, verzichten. Das würde dem Gesundheitssystem erhebliche Kosten einsparen.

Die Risiken von Nebenwirkungen sind bei diesen Medikamenten erheblich und deshalb ist eine Minimierung grundsätzlich sinnvoll. Unangenehme Muskelbeschwerden, Muskelschäden oder Diabetes, können als Nebenwirkungen auftreten. Diese Nebenwirkungen senken noch zusätzlich die Freude an spontaner Betätigung.

Die Cholesterinsenkenden Medikamente sollten nicht selbst abgesetzt werden, besprechen Sie dieses Vorhaben zuerst mit Ihrer Gesundheitsfachperson.  Neben dem Cholesterinwert haben auch hoher Blutdruck, Rauchen, Übergewicht und Diabetes einen erheblichen Anteil am Herzinfarkt.

Cholesterin ist lebensnotwendig. Der Körper produziert diesen Naturstoff selber zu 70% in der Leber. Dies ist fix vorgegeben. Die restlichen 30% lassen sich beeinflussen. Rauchstopp, mindestens 30 Minuten tägliche, leicht fordernde Bewegung, Stressreduktion und eine Anpassung der Ernährung sind veränderbare Faktoren. Hier kann eine Ernährungsumstellung bei manchen Betroffenen eine gut anwendbare Alternative darstellen.

 

Verzicht auf tierische Fette

Vielfach reicht es auch schon aus, wenn sich Betroffene bei tierischen Fetten zurückzuhalten, also weniger Fleisch, Wurst und Käse essen. Fettarme Sorten sollten bevorzugt werden und beim Kochen empfiehlt sich eine Umstellung auf pflanzliche Fette wie Raps- oder Olivenöl. Für Eier und Fisch gibt es hinsichtlich des Cholesterins keine Einschränkung. Ausreichend Gemüse (mindestens ½ des Tellers) und Früchte sind Grundpfeiler einer ausgewogenen Ernährung. Folgende Gemüse bewirken einen günstigen Effekt auf den Cholesterinwert: Grünes Blattgemüse, Spinat, Lattich, Portulak, Kresse, Algen, Stangensellerie usw. Diese Massnahmen können bei einem leicht erhöhten Risiko mindestens so viel bewirken wie die Medikamente und sind erst noch günstiger für alle.

Selbstheilung

Selbstheilung

Die Medizinforschung ist nicht mehr allein auf die Weiterentwicklung neuer Therapien konzentriert, etwas Anderes ist in ihren Fokus gerückt: Das verstehen der Selbstheilungskräfte. Denn trotz modernster Medizintechnik, steigt die Anzahl der Krankheiten. Immer mehr Menschen leiden an chronischen Erkrankungen wie Allergien, Rheuma, Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose, Migräne, Herzbeschwerden, Alzheimer, Depression usw. Obwohl die medizinischen Therapien immer besser werden, scheint es nicht das einzig richtige Konzept für unseren Körper zu sein. Warum nicht? Als sich Mitte des 19. Jahrhunderts die wissenschaftliche Medizin und die traditionelle Naturheilkunde aufspaltete, hat man den inneren Arzt vergessen. Erst seit wenigen Jahren werden die Selbstheilungskräfte systematisch erforscht. Die vielen komplexen Vorgänge werden bis heute nicht im Detail verstanden.

In der traditionellen Naturheilkunde schaut man nicht nur isoliert auf das Geschehen, sondern versucht vieles im Zusammenhang zu sehen. Mit Erfahrungswissen versucht man zu verstehen, auf welche Reize der Körper mit welchen Reaktionen antwortet. Unter dem Reiz-Reaktions-Prinzip versteht man, dass der Körper kleine Reaktionen braucht, um aktiv zu werden. Solche Reize sind z.B. Fasten, angepasste Bewegung, mal ein wenig ausser Puste kommen, Sonnenlicht, aber auch Herausforderungen wie Umweltgifte, Viren, Bakterien und andere Mikroorganismen.

Ständige Kalorienzufuhr durch Essen und Trinken (ausgenommen Wasser) belasten unsere Verdauung stark, sie kommt nie zur Ruhe. Alles was wir zu uns nehmen, muss in den Zellen weiterverarbeitet werden. Das führt zu Überreizungen, die im Extremfall sogar Entzündungen auslösen können. Verlängert man die Abstände zwischen den Mahlzeiten, können sich die Zellen länger erholen. Phasen des Essens, sollen sich mit Phasen des Nicht-Essens abwechseln. Das Auslassen einer Mahlzeit oder ein paar Fastentage, helfen dem Körper gesund zu bleiben. Neben den 2-3 Hauptmahlzeiten sollte nicht ständig etwas im Mund sein. Kaugummi, Süssgetränke, Snacks oder auch Süsses geben ständig Reize ans Verdauungssystem, welches so überfordert wird.

Studien zeigen auch, dass körperliche Reize gut für die Gesundheit sind und einige Medikamente dadurch stark reduziert werden können. Bei Bewegung werden in der Muskulatur Botenstoffe freigesetzt, die im ganzen Organismus wirken. So z.B. bei Rheumapatienten gibt es Hinweise, dass Bewegung entzündungshemmende Prozesse begünstigen kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es immer die richtigen Reize braucht, um das Gesamtsystem Mensch möglichst lange gesund zu erhalten. Ein Zuwenig, aber auch ein Zuviel an Herausforderungen über einen längeren Zeitraum schaden unserem Organismus.

 

 

 

Darm als Basis der Gesundheit

Der Darm als Basis der Gesundheit ist der Schlüssel zum Verständnis vieler Störungen im menschlichen Körper.

Ein kranker Darm ist häufig Schuld an vielen Beschwerden und Krankheiten, mit denen sich die Zivilisation herumplagt. Die Komplementärmedizin ist der Ansicht, dass eine gestörte Verdauung zu einer Selbstvergiftung des Körpers führen kann. Daraus können dann Krankheiten wie z.B. Lebensmittelallergien, hoher Blutdruck, Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis, Rheuma, Migräne, rätselhafte Müdigkeit oder Erschöpfung entstehen.

 

Klimaveränderung im Darm

Die Erfahrung zeigt, dass der Verdauungstrakt bei vielen Menschen gestört ist. Viele kennen die Beschwerden wie Verstopfung, dünner Stuhl, Völlegefühl, übel riechende Gase. Das sind oft Hinweise für unverdaute Nahrungsmittel, die zu einer Selbstvergiftung des Darms führen können. So entsteht auch eine „Klimaveränderung“ im Darm, was ein Wegdrängen von denjenigen Bakterien zur Folge hat, welche wichtig für eine gute Verdauung sind. Bei der bakteriellen Zersetzung der unverdauten Nahrungsmittel entstehen Giftstoffe, welche in den gesamten Körper gelangen können. Eine starke Gasbildung dehnt den Darm auf und lässt ihn erschlaffen. Das kann zu Ausstülpungen der Darmwand - so genannte Divertikel - führen. Der Darm verliert dadurch auch die Fähigkeit zur Selbstreinigung. Bei ca. 80% der Allergiker ist der Hefepilz Candida im Darm nachweisbar. Dieser Pilz irritiert unser Immunsystem. Das kann zu falschen Reaktionen des Immunsystems auf Nahrungsmittel führen. Der Pilz bewirkt auch eine übersteigerte Lust auf Süssigkeiten.

 

Zentrum des Immunsystems

Eine gute naturheilkundliche Therapie befasst sich mit den Ausscheidungsorganen (Leber, Niere, Haut, Lunge) und bringt den Darm - das Zentrum unseres Immunsystems und grösstes Stoffwechselorgan - wieder in ein Gleichgewicht. So kann der gesamte Körper davon profitieren, was erfahrungsgemäss einen positiven Effekt auf viele gesundheitliche Beschwerden hat. 

Probiotika. Antibiotika. Darmflora

In unserem Darm leben Billionen Bakterien, welche als Darmflora bezeichnet werden. Zusammen wiegen sie etwa 1.5kg!

Diese Bakterien helfen uns, wichtige Nährstoffe aus der Ernährung aufzunehmen und verhindern das Ansiedeln unerwünschter Keime im Darm. Sie sind Teil unseres Abwehrsystems.

Im Darm entscheidet unser Körper was er aufnehmen möchte, und durch die Darmschleimhaut hindurch zu allen unseren Körperzellen transportiert, oder was wieder ausgeschieden werden soll.

 

Im Winter werden vermehrt Antibiotika eingenommen. Diese sind sehr hilfreich, können aber die Verdauungsfunktion stören, da sie das Gleichgewicht der Darmflora beeinflussen. Ich empfehle unmittelbar nach Beendigung der Antibiotika-Therapie die Darmflora aufzubauen. Dazu gibt es verschiedene Produkte, sogenannte Probiotika, in Apotheken und Drogerien. Wichtig ist, dass Sie das Produkt über mehrere Wochen einnehmen, damit es gut wirken kann. Während der Antibiotika Einnahme kann das tägliche Essen von Nature-Joghurt sinnvoll sein. Damit verhindern Sie unangenehme Durchfälle. Um die Wirkung der Antibiotika nicht zu beeinflussen, sollten Sie es nicht zeitgleich mit dem Joghurt einnehmen. Es wird ein Abstand von 2-3 Stunden empfohlen. Die Joghurt mit Probiotika, welche in der Werbung angepriesen werden, sind nach meiner persönlichen Einschätzung, zu teuer – für das was Sie bieten. Da kriegen Sie in Apotheken und Drogerien mehr fürs Geld.

Übrigens haben alle Joghurtarten eine natürliche probiotische Wirkung, Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Darmflora bei einem Viertel der Menschen in Industrieländern verarmt ist. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit auf Fettleibigkeit und Diabetes.

 

Viel Wichtiges für den Menschen, kann in der Natur abgelesen werden. Was für den Regenwald gut ist, gilt auch für unseren Körper: Je mehr Diversität, desto besser. Durch einseitige Ernährung verarmt unsere Darmflora. Mit einer faserstoffreichen Ernährung mit viel Gemüse und Früchten wächst die Vielfalt der Darmflora wieder an. 

Gesunde Ernährung

Eine konsequente Umstellung der Ernährung, die Änderung falscher Lebensgewohnheiten und mehr körperliche Aktivität sind die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie.

 

Unter einer gesunden Ernährung versteht man: Eine auf den Kalorienbedarf angepasste, ausgewogene, möglichst naturbelassene und vollwertige Ernährung, welche die individuelle Verdauungsleistung berücksichtigt.

 

Der Mensch lebt von dem, was er verdaut und verstoffwechselt.

 

Lebensmittel

  • Möglichst frische und naturbelassene Lebensmittel verwenden
  • Qualitativ hochwertiges, kalt gepresstes Öl verwenden für die kalte Küche. Raps-, Lein-, Hanf-, Distel- und Olivenöl enthalten viele essentielle ungesättige Fettsäuren und sind wichtige Vitaminträger.
  • Öl für die Salatsauce: Leinöl, Distelöl, kalt gepresstes Rapsöl, Olivenöl oder Hanföl.
  • Apfelessig oder Zitrone für die Salatsauce verwenden
  • Streichfett: Butter - Kochfett: Olivenöl, Kokosfett oder Bratbutter
  • Kartoffeln, Vollkornreis, Getreide (vorzugshalber Ruch- oder Vollkornmehl), , Kastanien, Mais.
  • Getreide eher abends essen und öfters ohne Tierische Eiweisse, da diese die Magnesiumaufnahme behindern.
  • Hülsenfrüchte (Kichererbsen, Erbsen, Linsen, Bohnen) mind. 1 x pro Woche essen. Hülsenfrüchte immer über Nacht in Wasser einlegen.
  • Mandeln, Baumnüsse, Leinsamen, Sesam, Kürbiskerne täglich verwenden z.B. im Salat, Müesli etc.
  • Grosszügige Verwendung von Kräutern, Gewürzen, Knoblauch, Zwiebeln.
  • 5 Port. Obst und Gemüse pro Tag für optimale Mineralstoff- und Vitaminzufuhr, davon 2 Portionen roh.
  • Für Zwischendurch eignen sich Trockenobst, Oliven, Mandeln
  • Folgende Gemüse bewirken einen günstigen Effekt auf den Cholesterinwert: Grünes Blattgemüse, grüner Salat (Spinat, Lattich, Rucola, Portulak, Kresse, Algen)
  • Tierische Eiweisse (Fleisch, alle Milchprodukte, Eier) nur von Tieren mit Weidegang verwenden. (Alle Alpmilchprodukte, Alpfleisch, sind gut geeignet.)
  • Fleisch max. 3 – 5 mal pro Woche und 1 – 2 x Fisch (optimal: Geflügel, Wild, Lamm, mageres Rind- Kalbfleisch, max 1 x Wurst), Eier 1 – 2 x pro Tag möglich.
  • Stoffwechselbelastende Zubereitungsformen wie geräucherte, überhitzte, in Fett gebratene Nahrungsmittel meiden.
  • Geregelten Essensrhythmus mit eher kleinen Nahrungsmengen einhalten.
  • Kochssalzzufuhr einschränken und scharfe Gewürze nur mässig verwenden.
  • Ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser ( 30 ml pro kg Körpergewicht; - 50 kg = 1.5 Liter, 70 kg = 2.1 Liter, 90 kg = 2.7 Liter).
  • Alkohol im Mass. 1 dl Rotwein pro Tag ist gut.
  • Kaffee, Schwarz- oder Grüntee auf max. 3 Tassen pro Tag reduzieren (gelten als Säure)

Zu meidende Nahrungsmittel

  • Fertigprodukte wie Saucen, Gewürze, Halbfertig- und Fertiggerichte, Guetzli, Backwaren, Wurstwaren, Snacks, Industriefood, Fastfood, diese Produkte enthalten meistens viel Salz, Lebensmittelzusatzstoffe, gehärtete Fette, Transfettsäuren, Laktose, Gluten, Zucker, Hefe. - Stark raffinierte Nahrungsmittel (weisser Zucker, Weissmehl etc.)
  • Gesüsste und gesäuerte Getränke (Cola, Fanta, Sprite ect.), künstlicher Süsstoff
  • Individuell unverträgliche Lebensmittel

Zubereitung

  • Dünsten und garen in Gemüsebrühe (Dampfgaren), oder noch besser: mit qualitativ gutem Kochgeschirr kann man Fleisch in der unbeschichteten Pfanne ohne Zusatz von Fett braten und Gemüse ohne Zusatz von Wasser garen.
  • Möglichst alles frisch zubereiten
  • Lange Warmhaltezeiten vermeiden
  • Das Kochbuch von Ulla Baumann „Essen Sie sich gesund mit bedarfsorientierter Ernährung“ ISBN 3-00-012-407-1, www.boe-online.ch, gibt wertvolle Informationen zu allen Lebensmitteln, Zubereitungsarten und enthält Rezepte.

Esstechnik/Essverhalten

  • Täglich morgens ¼ Liter nicht zu kaltes Wasser trinken.
  • Einfache (nicht alles durcheinander), massvolle, abwechslungsreiche, möglichst naturbelassene und vollwertige Menuegestaltung
  • Der Teller besteht im Idealfall aus ½ Gemüse, ¼ Fleisch und ¼ Beilage.
  • Fixe Mahlzeiten planen, Zwischenmahlzeiten weglassen, 5 Stunden Pause einhalten zwischen den Mahlzeiten.
  • Vor 15.00 Uhr die Hauptmahlzeit einnehmen, Abendessen mindestens 4 Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen. Gemüse kann auch später am Abend noch gegessen werden.
  • Sich Zeit nehmen zum Essen und langsam essen, nicht länger als eine Stunde essen
  • Die Mahlzeiten mit einem Bissen Eiweiss beginnen (Fleisch, Mandeln, Fisch, Käse, Eier etc.), dann die Rohkost (Salat) gefolgt vom warmen Hauptgang. Abends keine Rohkost essen.
  • Nicht zu kalt und nicht zu heiss essen
  • Genügend kauen, die Speisen gut einspeicheln bis sich die Geschmacksstoffe lösen. Unser Speichel enthält Amylase und spaltet Kohlenhydrate bereits im Mund auf. Essen wir zu schnell, essen wir auch zu viel, da der Sättigungsreflex erst nach ca. 20 Minuten einsetzt. Beim ersten Anzeichen eines Sättigungsgefühls mit Essen aufhören. Keine Ablenkung z.B. Zeitungslesen während dem Essen.
  • Zu den Hauptmahlzeiten wenig trinken. Ausnahme: Wein. Nach dem Essen 1 Stunde nichts trinken, da sonnst die Magensäure verdünnt wird, die der Magen für die Verdauung braucht. - Nicht mit Süssigkeiten trösten - Abends vor dem Zubettgehen 1 Glas Wasser mit 1 Teelöffel Basenpulver trinken.
  • Dessert halbieren
  • Dessert immer nur im Anschluss an eine richtige Mahlzeit essen.

Regelmässig Bewegung

Täglich 30 Minuten spazieren an der frischen Luft bei jedem Wetter

  • optimiert die Durchblutung, die Atmung, die Sauerstoffaufnahme, wie auch die Entsäuerung über die Lungen
  • verschiebt die Blutfettwerte zugunsten vom HDL (gutes Cholesterin)
  • reguliert Puls und Blutdruck
  • hilft psychischen Stress, wie auch oxidativen Stress abbauen
  • unterstützt den Stoffwechsel fördert die Harnsäureausscheidung
  • aktive Muskulatur fördert die Sauerstoffausnutzung und die Verbrennung von Kohlenhydraten in der Zelle.
  • Radfahren, Nordic-Walking, Aqua-Fit, Rudern, Wandern, Schwimmen sind als Sportarten zu empfehlen.

Aktivität – Regeneration

Das Verhältnis zwischen Aktivität und Regeneration sollte ausgeglichen sein. Gerade in hektischen Zeiten sind Ruheinseln besonders wichtig. Z. B: Meditation, Yoga, Autogenes Training, Spaziergänge, Natur. Der Magen ist ein Stressorgan, welches uns früh ein Zeichen gibt, dass wir mehr Entspannung brauchen.

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns, mit Ausfällen von Körperfunktionen. Es sind vor allem ältere Personen betroffen. Ein Schlaganfall ist die Ursache für 15% aller Todesfälle.

 

Schlaganfall erkennen

Es ist enorm wichtig, bei einem Schlaganfall innert Minuten zu reagieren. Deshalb hier einfache Tests, um herauszufinden, ob es sich um einen Schlaganfall handeln könnte.

  • Bitten Sie die Person, zu lächeln. (Das Gesicht wird bei Lähmung einseitig verzogen.)
  • Bitten Sie die Person, gleichzeitig beide Arme nach vorne zu heben, Handflächen nach oben. (Bei einer Lähmung kann ein Arm nicht gehoben werden bzw. sinkt oder dreht sich, vor allem bei geschlossenen Augen, ab.)
  • Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen, zum Beispiel: „Ich benötige keine Hilfe.“ (Der Satz muss korrekt wiederholt werden, die Sprache darf nicht verwaschen sein.)

Ist mindestens einer der beschriebenen Tests positiv, so schnell wie möglich einen Notruf durchführen.

 

Äpfel, Birnen, Olivenöl, Schokolade

Früchte und Gemüse sind gute Mittel, um einem Schlaganfall vorzubeugen. Darunter sind Äpfel und Birnen mit Abstand die Besten, wie Studien mit mehr als 20‘000 Teilnehmern über zehn Jahre gezeigt haben.

Regelmässiger Verzehr von Olivenöl (nur beste Qualität) - ob in Gekochtem oder als Salatdressing - senkt das Risiko eines Schlaganfalls. Und auch die geliebte Schokolade hat bewiesenermassen positiven Einfluss auf Durchblutungsstörungen des Gehirns. Dabei ist eine Menge von 50 – 80g pro Woche ideal.

Nicht den geringsten Zweifel gibt es bei körperlicher Aktivität. Nur schon 15 Minuten täglich senkt die Sterblichkeit um 14%!

Das Beste zum Schluss: Durch die Kombination gesunder Verhaltensweisen verbessert sich der positive Effekt nochmals deutlich: 5 x täglich Früchte/Gemüse, 12 x monatlich körperliche Aktivität, kein Übergewicht, nur wenig Alkohol und Nichtrauchen. Dies sollten genug Gründe sein - jetzt - eine gesunde Verhaltensweise umzusetzen und damit die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Wellness für die Füsse

Der Fuss ist gewichtsmässig, das am meisten belastete Körperteil. Pro Fuss hat es 26 Knochen welche das Körpergewicht geschickt verteilen. Im Alltag wird den Füssen viel zugemutet und dabei kommen sie kaum an die frische Luft. Falsche Schuhe, hohe Belastung oder mangelnde Pflege – das alles schlägt auf die Füsse. Hilfe könnte eine Wellnesskur bieten.

 

Tipp 1: Sehr gesund sind offenen Schuhe. Nicht den ganzen Tag in Turnschuhen oder Gummistiefeln bleiben. Socken und Strümpfe aus Naturfasern tragen.

 

Tipp 2: Laufen Sie in der warmen Jahreszeit viel barfuss. Als Unterlage sind Gras, Erde, Sand, Rinde und Steine zu empfehlen. Das regt das Herz-Kreislauf System an, die Durchblutung im ganzen Körper wird gefördert. Dadurch wird nicht nur das Abwehrsystem gestärkt. Gleichzeitig werden auch die Venen gestärkt und Krampfadern vorgebeugt. Barfusslaufen hat eine ausgleichende Wirkung auf den Blutdruck und kräftigt die Wirbelsäule. Muskeln und Gelenke der Füsse werden gefestigt.

 

Tipp 3: Fussbad zur Förderung der Durchblutung. 1 EL Senfmehl, 1cm frischen Ingwer in Scheiben geschnitten und 1 EL Rosmarin. Rosmarin und Ingwer mit heissem Wasser übergiessen und 10 Min. ziehen lassen. In ein Becken schütten das genug gross ist, damit Füsse und einen Teil der Unterschenkel Platz haben. Mit Wasser auffüllen, damit alles etwa 35°C hat. 1 EL Senfmehl dazugeben und Füsse darin ca. 15 Minuten baden. Danach mit kaltem Wasser abspülen. ACHTUNG: Dieses Fussbad kann die Haut reizen. Wenn Sie empfindliche Haut haben, versuchen Sie es zunächst nur 5 Min.

 

Tipp 4: Birkenfussbad mit Efeu bei Fussschweiss und Fusspilz. 3 Handvoll Birken- und Efeublätter mit heissem Wasser übergiessen und 10 Min. ziehen lassen. Weiterfahren wie oben. Kein Senfmehl dazugeben.

 

Tipp 5: Fussgymnastik. Mit den Zehen nach Gegenständen greifen. Z.B: Bleistift, Golfball. Eine „Zehenfaust“ machen, danach wieder ausstrecken. Morgens im Bett mit ausgestreckten Beinen die Füsse kreisen lassen.

Stärkung ihres Immunsystems

Richtige Ernährung: Siehe Blog-Artikel „Gesunde Ernährung“

 

Bewegung/Sport

  • Beginnen Sie langsam und atmen Sie morgens zehn- bis Zwanzigmal am offenen Fenster tief durch. Wenn Sie dann noch einige Minuten Gymnastik anschliessen, haben Sie bereits einen guten Beginn für den Tag hinter sich.
  • Machen Sie es sich zur Regel, sich einmal am Tag richtig anzustrengen. Wie stark Sie sich über längere Zeit belasten sollten, können Sie am besten am Puls erkennen: 180, minus Lebensalter, minus 30%, ergibt Ihre Belastungsstufe bei Ausdauersport. Ein Fünfzigjähriger sollte also maximal 91 Schläge pro Minute erreichen.
  • Dreimal pro Woche sollten Sie mindestens eine halbe Stunde Sport treiben. Besonders günstig sind Sportarten, die den Körper gleichmässig belasten wie Schwimmen, Rudern, Radfahren, Nordic-Walking, Aqua Fit, Wandern. Idealerweise liegt die Belastung bei 180, minus Lebensalter, minus 30%, damit Ihre Muskulatur nicht übersäuert.

Physikalische Massnahmen

  • Gewöhnen Sie sich daran sich nach jedem Duschen oder Baden regelmässig kurz kalt abzubrausen. Beginnen Sie an den Beinen, und lassen Sie dann Arme, Gesicht und Körper folgen. Anfänglich braucht es ein wenig Überwindung, doch nach einer Weile werden Sie die belebende Wirkung dieser Aktion schätzen. Es ist nachgewiesen, dass bereits durch solch eine einfache Massnahme die Anzahl der Erkältungskrankheiten zurückgeht.
  • Auch regelmässige Saunabesuche sind eine gesicherte Methode, die Immunabwehr zu verbessern. Informieren Sie sich bitte über das richtige Vorgehen bei einem Saunabesuch.

Umgang mit der eigenen Person

  • Tun Sie täglich etwas Gutes für sich selbst. (Keine Süssigkeiten / Alkohol, sondern finden Sie heraus was Ihnen wirklich gut tut). • Gönnen Sie sich täglich eine kurze Ruhepause, in der Sie selbst zur Besinnung kommen. (Autogenes Training, Meditation, Yoga, etc.) Es reichen einige Minuten. Machen Sie eine solche Ruhepause einmal in Momenten, in denen Sie sonst einen Kaffee trinken würden.
  • Achten Sie darauf, welche Menschen Ihnen gut tun und welche nicht.
  • Lachen Sie einmal im Tag

Umgang mit dem Partner

  • Pflegen sie Ihre Beziehung, damit sich die graue Alltäglichkeit nicht über Ihre Beziehung legt.
  • Denken Sie zurück, wie das Verhältnis zu Ihrem Partner/Ihrer Partnerin war, als sie sich kennen lernten. Lassen Sie sich von dieser Phase anregen.
  • Überraschen Sie den Partner/die Partnerin mit etwas Ungewohntem.
  • Bereiten Sie eine Unternehmung (Kino, Ausflug, etc.) für den anderen heimlich vor.
  • Bringen Sie ein kleines Geschenk mit.
  • Machen Sie etwas gemeinsam, dass Ihnen beiden Spass macht

Zum Schluss

  • Auch wenn die Umstellung schwer fällt, vor allem der Verzicht scheint zunächst ein Kampf zu sein, halten Sie die schwierige Anfangszeit durch. Wenn Sie Ihr Immunsystem nicht dauernd überfordern, wird es Ihnen langfristig besser gehen und Sie werden sich wahrscheinlich frischer und Leistungsfähiger fühlen.

Was kann ich selber bei Heuschnupfen machen?

Pollenallergiker können selbst gegen ihre Allergie etwas tun.

 

  • Keine Pollen ins Schlafzimmer tragen: Die Tageskleidung ausserhalb des Schlafzimmers ausziehen, Haare vor dem Schlafengehen mit Wasser gut abspülen. Wäsche nicht im Freien trocknen.
  • Fenster und Türen zur Zeit des grössten Pollenflugs (Zeitungsberichte über Pollenflugmenge beachten; Pollenflugkalender, www.meteoschweiz.ch ) verschlossen halten oder spezielle Pollenschutzgitter am Fenster anbringen - damit kann man tagsüber und auch in der Nacht selbst bei hohen Pollenkonzentrationen problemlos lüften (dies auch im Auto und auch dort nur Lüftung mit Pollenfilter).
  • Wohnung und Haus vorzugsweise mit feuchten Lappen, Schwämmen reinigen.
  • Bettwäsche häufig waschen. Auch diese Wäsche nicht im Freien trocknen.
  • Allergenquellen (wie etwa das Roggenfeld am Ortsrand oder die Birkenallee auf dem Weg zur Arbeit) genau lokalisieren und meiden.
  • Zur Zeit des stärksten Pollenflugs keinen Sport treiben und sich möglichst auf den frühen Morgen oder die Zeit unmittelbar nach einem Regenschauer beschränken Taschentücher nur einmal verwenden Urlaubsplanung gut planen: bei Pollenflug in der Heimat in den Norden reisen (dort blüht alles später), ins südliche Europa bei Birkenallergie oder ins Gebirge, da ab etwa 1500 Metern ohnehin eine deutlich geringere Pollenbelastung als im Flachland besteht.
  • Das Essen kräftig würzen: Die Scharfstoffe von Chili, Senf und Meerrettich verflüssigen den Nasenschleim und entlasten so die oberen Atemwege.
  • Magnesiumhaltig essen: Johannisbeeren, Aprikosen, Gurken und Radieschen auch Paprika, Kopfsalat und Pumpernickel sind besonders magnesiumreiche Nahrungsmittel.